Bewertungswahl ist ein Wahlsystem bei dem sie alle Vorschläge oder Kandidaten auf einer Skala von zum Beispiel 0 bis 5 bewerten können. Wer die größte Summe an Punkten erhält gewinnt.

Solche Punktewertungen sind den meisten durch die Jurywertungen in der Leichtaltethik bekannt, oder Produktbewertungen bei Online-Shops. Es ist also ein intuitives und vertrautes System.

Alice

Bob

Carol

Die Zustimmungswahl kann als Bewertung mit 0 oder 1 Punkten gesehen werden. Die Bewertungswahl bietet alle Vorteile, die auch die Zustimmungswahl bietet. Eine Wertung mit 0-5 Punkten ist hingegen differenzierter und liefert damit bessere Ergebnisse.

Strategie

Die offensichtliche Strategie ist nur die Maximalwerte, z.B. 0 und 5, zu vergeben. Dadurch würde die Bewertungswahl effektiv zur Zustimmungswahl. Jedoch zeigt sich, dass es bereits ausreicht, wenn nur wenige Wähler die Zwischenwerte nutzen, um gesamtgesellschaftlich ein besseres Ergebnis zu erzielen (Quinn n.d.). Zudem ist dies nicht immer die beste Strategie - es kann auch vorteilhaft sein Zwischenwerte zu vergeben.

STAR-Wahl

STAR ist eine Erweiterung der Bewertungswahl und steht für “Score Then Automatic Runoff” (Bewertung mit automatischer Stichwahl). Im ersten Schritt funktioniert sie wie eine Bewertungswahl mit 0 bis 5 Punkten. Die beiden bestplatzierten Kandidaten kommen in die Stichwahl. Wer von den meisten Wählern höher als der andere Kandidat bewertet wird gewinnt. Damit bietet STAR einen Anreiz verschiedene Wertungen zu vergeben anstatt nur Minimal- und Maximalwertungen.

Die Seite star.vote macht es möglich das selbst auszuprobieren.

Referenzen

Quinn, Jameson. n.d. “Voter Satisfaction Efficiency FAQ.” Accessed January 10, 2021. https://electionscience.github.io/vse-sim/VSE/.